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Wie Hydrogencarbonatreiches Heilwasser bei Diabetes helfen kann

Was du zum Schutz vor Diabetes und seinen Folgeerkrankungen tun kannst

von Corinna Dürr (Kommentare: 0) , Foto: ©Timur Gulitashvili- stock.adobe.com

Heilwässer mit viel Hydrogencarbonat können helfen, das Risiko für Typ-2-Diabetes und seine Folgen zu senken und den Stoffwechsel von Diabetikern zu verbessern, wie wissenschaftliche Studien zeigten. Wie Hydrogencarbonat bei Diabetes wirkt, haben japanische Forscher nun herausgefunden. Die spannenden Ergebnisse erläutere ich dir hier und gebe Tipps, was du zum Schutz vor Diabetes und seinen Folgeerkrankungen tun kannst.

An Diabetes mellitus Typ 2 leiden immer mehr Menschen und immer öfter auch Jüngere. Forscher suchen deshalb nach Wegen, wie man sich vor dieser Volkskrankheit möglichst einfach und wirksam schützen kann. Ein interessanter Weg könnte das regelmäßige Trinken von Hydrogencarbonatreichem Heilwasser sein. In vielen Studien konnte die Entstehung und das Fortschreiten von Typ-2-Diabetes mit Hilfe von Hydrogencarbonat gebremst werden. Wie und warum Hydrogencarbonat den Stoffwechsel günstig beeinflusst, war jedoch lange nicht bekannt. Das wollte eine japanische Forschergruppe herausfinden.

Was ist Hydrogencarbonat?

Im Alltag kennen wir Hydrogencarbonat in Verbindung mit Natrium unter dem Namen Natron. Hydrogencarbonat ist eine starke Base, die Säuren gut neutralisieren kann. Unser Körper nutzt Hydrogencarbonat als natürlichen Säurepuffer. In vielen Heilwässern kommt Hydrogencarbonat von Natur aus in größeren Mengen vor. Als reich an Hydrogencarbonat gilt ein Heilwasser ab etwa 1.300 mg Hydrogencarbonat pro Liter.

Positive Effekte von Hydrogencarbonat

Bei der japanischen Studie tranken die Teilnehmer eine Woche lang jeden Tag einen halben Liter hydrogencarbonatreiches Wasser, dann eine Woche hydrogencarbonatarmes Wasser. Diese Abfolge wurde noch zweimal wiederholt. Zu Beginn und am Ende wurden Blut und Stuhl untersucht. Interessanterweise änderte sich beim Insulinspiegel nichts. Positive Effekte fanden die Wissenschaftler dagegen bei der Blutzuckerkontrolle, im Stoffwechsel und in der Darmflora.

Hydrogencarbonat für bessere Blutzuckerkontrolle

Durch den hohen Blutzuckerspiegel werden bei Diabetikern mehr Proteine „verzuckert“, also an Zucker gebunden. Dabei entstehen Glykoproteine, die schädlich auf den Stoffwechsel wirken. Wie viele Proteine verzuckert werden, zeigt der Glykoalbuminspiegel. Dieser ist vor allem bei schlecht eingestellten Diabetikern deutlich höher als bei Gesunden. In der japanischen Studie war der Blutspiegel an schädlichem Glykoalbumin nach dem Trinken des hydrogencarbonatreichen Wassers deutlich niedriger als nach dem hydrogencarbonatarmen Wasser. Da der Glykoalbuminspiegel ähnlich wie der oft verwendete HbA 1c als Maß für die Blutzuckerkontrolle gilt, bewirkt Hydrogencarbonat also eine bessere Blutzuckerkontrolle.

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Hydrogencarbonat senkt kritische Aminosäuren

Weil sich der Stoffwechsel von Diabetikern von dem gesunder Menschen unterscheidet, untersuchten die japanischen Forscher auch die Stoffwechsel-Profile der Teilnehmer. 15 % der Stoffwechselprodukte hatten sich nach dem Trinken von hydrogencarbonatreichem Wasser erheblich geändert. So sank die Menge kritischer Aminosäuren wie zum Beispiel Tyrosin, die als Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes gelten. Die Verringerung kritischer Aminosäuren zeigt, dass hydrogencarbonatreiches Heilwasser den Stoffwechsel positiv beeinflussen kann.

Schlankmachende Darmbakterien gestärkt

Auch die Darmflora des Menschen wirkt sich vermutlich auf das Entstehen von Typ-2-Diabetes und Adipositas aus, wie einige Studien nahelegen. In der japanischen Studie veränderte das hydrogencarbonatreiche Heilwasser die Zusammensetzung der Bakterien im Darm. Es fanden sich deutlich mehr Bakterien, die mit einem gesunden Körpergewicht in Verbindung gebracht werden, da sie bei schlanken Menschen wesentlich ausgeprägter vorkommen als bei Übergewichtigen. Dies könnte ebenfalls zur Wirkung von Hydrogencarbonat als Diabetes-Schutz beitragen.

Fazit

Die Studie aus Japan erklärt den Wirkmechanismus von Hydrogencarbonat zumindest teilweise. Und sie bestätigt einmal mehr den positiven Effekt von hydrogencarbonatreichem Wasser auf Typ-2-Diabetes. Es erscheint also durchaus empfehlenswert, regelmäßig hydrogencarbonatreiches Heilwasser zu trinken, um den Stoffwechsel zu verbessern und das Risiko für Typ-2-Diabetes zu senken.

Tipp

Am besten wählst du ein Wasser, das zudem viel Magnesium enthält. Magnesium wird teilweise als Anti-Diabetikum bezeichnet, weil zahlreiche Studien gezeigt haben, dass ausreichend Magnesium zum Schutz vor Diabetes beitragen und Folgeerkrankungen verhindern kann. Heilwässer gelten als magnesiumreich ab etwa 100 mg Magnesium pro Liter.

Ernährungstipps bei Diabetes

Was Diabetiker essen sollten unterscheidet sich heute kaum mehr von den allgemeinen Empfehlungen für eine gesunde Ernährung. Diese Tipps helfen auch dabei, dich vor Diabetes zu schützen.

  • Übergewicht abbauen: Wer zu viel auf die Waage bringt (BMI über 25 kg/m2), sollte langsam und nachhaltig abspecken oder zumindest das Gewicht halten.
  • Weniger tierisches Fett, mehr Pflanzenöle: Fette sollten höchstens 35 % der Energiezufuhr ausmachen. Sparen ist vor allem bei tierischen Fetten wie Butter, Sahne, Speck, fettreichem Fleisch und Wurst angesagt. Pflanzliche Öle liefern dagegen wichtige ungesättigte Fettsäuren.
  • Gute Kohlenhydrate: Etwa 45-60 Prozent der Energiezufuhr sollten aus Kohlenhydraten stammen. Am besten sind komplexe Kohlenhydrate aus wenig verarbeiteten natürlichen Lebensmitteln. Zucker ist kein Tabu, sollte aber in Maßen und eher im Verbund mit anderen Lebensmitteln gegessen werden.
  • Ballaststoffreich: Ballaststoffe machen satt und verzögern den Übergang von Kohlenhydraten ins Blut. Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst liefern reichlich Ballaststoffe und andere wichtige Nährstoffe.
  • Wasser trinken: Die besten Durstlöscher sind Wasser und ungesüßte Tees. Kalorienhaltige Getränke wie Limonaden und Säfte, Milch oder Alkohol sind mit Vorsicht zu genießen, da sie Kalorien liefern, aber nicht satt machen. Zudem geht der Zucker aus Getränken schnell ins Blut über.
  • Regelmäßig essen: Um Blutzuckerspitzen und Unterzuckerung zu vermeiden, solltest du für regelmäßige Mahlzeiten sorgen.
  • Viel bewegen: Sportliche Aktivitäten und Bewegung im Alltag helfen dir abzunehmen oder dein Gewicht zu halten. Sie verbessern aber auch den Stoffwechsel und helfen, dich vor Diabetes und seinen Folgen zu schützen.

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Corinna Dürr

„Was kann man überhaupt noch essen? Was ist gesund?“ wird die Ernährungswissenschaftlerin Corinna Dürr oft gefragt. Gesunde Ernährung erscheint vielen aufwändig und kompliziert. Nicht so bei der gut gelaunten Ernährungsexpertin aus Bonn, die auch gerne mal etwas Süßes nascht. Einfach frisch und bunt essen, von allem ein bisschen, aber nicht zu viel, heißt ihre Devise. Und natürlich mit allen Sinnen genießen. Denn Essen soll gut tun und Freude machen, findet Corinna Dürr.

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