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Entschlackungskuren

Basenfasten und Detox: Schon probiert?

von Christian Zehenter (Kommentare: 0) , Foto: ©Printemps - stock.adobe.com

Entschlacken zählt zu den beliebtesten Naturheilverfahren. Vielleicht hast du es selbst schon einmal ausprobiert? Wie auch immer man den Effekt erklärt: Eine Weile auf reichlich Gemüse zu setzen und auf Alkohol und andere Genussmittel zu verzichten, ist mit Sicherheit gesund.

Fühlst du dich müde und antriebslos? Oder hast Darmprobleme? Fahle Haut? Dann könnten schlechte Ernährung, zu wenig Flüssigkeit und Bewegung, dafür aber zu viel Alkohol, Medikamente und Nikotin die Gründe dafür sein. Denn diese Einflüsse hemmen Entgiftungsorgane wie Leber, Niere und Darm dabei, ihre Arbeit richtig zu tun. Du kannst sie durch eine Entschlackungskur unterstützen, wieder optimal zu funktionieren.

Warum gilt Entschlacken als so gesund?

Nach den derzeit vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt es keine Schlacken im Körper, wie man sie sich noch im Mittelalter vorgestellt hat. Dennoch ist der Organismus ständig damit beschäftigt, unerwünschte Stoffe wie Harnstoff, Ammoniak, Abfalleiweiße, Alkohol (dieser kann auch z. B. in Obst, Brot oder im Darm entstehen), Salz, Säuren und Medikamentenrückstände zu entsorgen und überschüssige Fette, Zucker und Eiweiße aus der Nahrung zu verarbeiten. Fasten- oder Entgiftungskuren können dabei helfen, diese zu verstoffwechseln oder auszuschwemmen. Außerdem reduzieren sie die tägliche Kalorienflut und unterstützen die Darmflora.

Eine Kur hilft den Zellen außerdem bei ihrem natürlichen Prozess, sich selbst zu reinigen und belastende Stoffe abzubauen. Man spricht von Autophagie. Je besser diese funktioniert, desto effektiver kannst du deine Gesundheit unterstützen.

Was passiert dabei mit meinem Körper?

Was passiert dabei mit meinem Körper?
Ungesunde Nahrung, also z. B. stark verarbeitete Lebensmittel, fettreiche oder sehr zuckerhaltige Speisen können den Selbstreinigungsprozess deiner Zellen hemmen oder den Zucker- und Fettstoffwechsel massiv stören. Ständiges Essen, also permanente Nahrungsaufnahme, ist zudem Stress für den Körper und führt zu einem konstant erhöhten Insulinspiegel. In der Folge wird mehr Körperfett aufgebaut. Das stört den Selbstreinigungsprozess und begünstigt die Einlagerung schädlicher Stoffe.

Weniger essen und viel Wasser trinken, bedeutet dagegen eine Pause für deine Körperzellen, die Bauchspeicheldrüse, den Darm, die Leber und andere Organe. Überdies wirkt sich eine Entschlackungskur positiv auf den Zucker- und Cholesterinspiegel, das Körperfett und dein Diabetesrisiko aus.

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Wie funktioniert die Kur?

Es gibt verschiedene Formen der Entschlackungskur wie etwa das Basenfasten oder die Detoxkur. Bei allen Varianten trinkst du zwei bis drei Liter Wasser oder milden Kräutertee am Tag. Das beschleunigt den Abtransport unerwünschter Stoffe aus dem Körper.
Dazu kommt etwa schonend gegartes Gemüse, also basische Nahrung. Diese hilft dem Körper dabei, das Säure-Basen-Gleichgewicht zu halten oder wiederherzustellen. Dazu gehören auch Samen, Sprossen, Nüsse und Salate. Eine weitere Möglichkeit ist es, auf spezielle Lebensmittel mit „Entschlackungspotenzial“ zu setzen wie Apfel, Rote Bete oder Granatapfel.

Wie viele feste Nahrungsmittel du in dieser Zeit zu dir nehmen möchtest, entscheidest du selbst. Verzichten solltest du aber auf Fleisch, Kaffee, Milchprodukte, Fertiggerichte, Zucker und Getreide.

Worauf muss ich achten, wenn ich eine Kur machen möchte?

Vor der Kur ist ein Check-up beim Arzt sinnvoll. Denn sie ist zwar eine Wohltat für die Gesundheit, aber gleichzeitig auch eine Herausforderung an deinen Organismus. Und das gilt für alle Entschlackungsvarianten, unabhängig davon, ob du drei Tage eine reine Detoxkur nur mit Säften und Kräutertees machst oder ob du drei Wochen lang zusätzlich Gemüse zu dir nimmst. Verzichte daher in dieser Zeit auch auf intensiven Sport. Nur moderate Bewegung ist sinnvoll, da sie Stoffwechsel und Lymphsystem ankurbelt. Ansonsten solltest du auf Entspannung und viel Schlaf setzen.

Viele erleben die Entgiftungskur auch als eine symbolische Reinigungskur für ihren Körper. Einigen hilft sie, im Anschluss daran dauerhaft in eine gesündere Ernährungsweise einzusteigen: Fette, süße und tierische Nahrung schmeckt ihnen dann einfach nicht mehr so gut.

Welche Ergänzungen gibt es?

Wenn es dein Kreislauf zulässt, sind etwa Saunabesuche zur Entschlackung geeignet. Aber auch Meersalz- oder Kurbäder als Sitz- Voll- oder Fußbad aktivieren unter anderem die Säureausscheidung und unterstützen dein Wohlbefinden.

Gibt es einen perfekten Zeitpunkt?

Eine Entschlackungskur bringt das ganze Jahr etwas. Viele Menschen beginnen damit ab Weihnachten oder Karneval, wenn sie nach Zeiten ungesunder Lebensweise wieder fitter und leichter werden möchten. Grundsätzlich gilt aber: Der perfekte Zeitpunkt ist immer jetzt.

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Christian Zehenter

Christian Zehenter ist Diplom-Sozialpädagoge, Heilpraktiker und arbeitet als Medizinjournalist im Bereich „Gesund leben“. Dazu zählt auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Mit seinen Beiträgen möchte er seine Leser bewegen, informieren und inspirieren, sich bewusst mit dem Thema auseinander zu setzen.

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