frisch geernteter Grüner Tee in Händen
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Gesundheit zum Trinken

It’s teatime

von Christian Zehenter (Kommentare: 0) , Foto: ©Adrien Chanut - stock.adobe.com

Genießer schätzen ihn wegen des unvergleichlichen Geschmacks und seiner belebenden Wirkung. Vielleicht liebst auch du sein herbes Aroma? Grüner Tee hat aber noch sehr viel mehr zu bieten. Ihm werden eine ganze Reihe gesundheitsfördernder Wirkungen nachgesagt.

In Japan ist er mehr als nur ein Getränk – er verkörpert Kultur und Lebensstil. Warum das so ist, ahnst du, wenn du mit allen Sinnen und genug Ruhe eine Tasse dampfenden, aromatischen grünen Tee zubereitest. Aber es steckt noch viel mehr Gutes in den grünen Blättern als Wohlbefinden und Genuss.

Welche Wirkstoffe enthält er?

Grüner Tee ist reich an sekundären Pflanzenstoffen, die gegen eine ganze Reihe von Krankheiten eine unterstützende Wirkung entfalten. Besonders der Inhaltsstoff EGCG (Epigallocatechingallat) steht hier im Vordergrund, der zu den Catechinen gehört. Diese verleihen dem Tee nicht nur den bitteren Geschmack, sondern wirken bei regelmäßigem Genuss auch förderlich auf die Gesundheit. 30 bis 40 Prozent der trockenen Blattmasse bestehen aus diesen Stoffen. Noch dazu ist grüner Tee eine gute Quelle für Polyphenole, die Entzündungen und Alterungsprozessen im Körper entgegenwirken.

Was unterscheidet grünen von schwarzem Tee?

Grüner wie schwarzer Tee stammen von der gleichen Pflanze. Den Unterschied macht nur die Verarbeitung: Schwarzer Tee ist fermentiert, wird also stark zerkleinert und feuchtwarmer Luft ausgesetzt. Dies löst einen Gärungsprozess aus, bei dem das typische Aroma entsteht, viele gesunde Wirkstoffe aber durch Oxidation verloren gehen. Grüner Tee wird hingegen schonend luftgetrocknet. Hierdurch bleiben nicht nur die natürliche grüne Blattfarbe, sondern auch wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe erhalten.

Welchen Krankheiten beugt grüner Tee vor?

Für eine herzgesunde Ernährung kann grüner Tee ein wichtiger Bestandteil sein. Denn wer ihn regelmäßig trinkt, senkt möglicherweise entscheidende Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie das Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin und die Triglyzeridwerte. Außerdem werden grünem Tee gute Einflüsse auf den Stoffwechsel, die Fettverbrennung und Bluthochdruck nachgesagt. Durch die entzündungshemmenden Polyphenole können freie Radikale im Körper neutralisiert werden. So haben sie keine Möglichkeit mehr, Zellen zu beschädigen, wie dies bei der Krebsentstehung der Fall ist.

Was sagt die Forschung?

Grüner Tee ist eine der am besten untersuchten Heilpflanzen. Dennoch müssen weitere Untersuchungen klären, welche Wirkungen tatsächlich als gesichert gelten können.

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Worauf solltest du beim Kauf achten?

Werfe immer ein Blick auf die Zutatenliste. Am besten ist es, zu reinem grünen Tee zu greifen. Kaufst du ein Kombiprodukt mit anderen Teekräutern im Mix oder mit Aromen, bleibt von seiner gesunden Wirkung nicht viel übrig. Oder es stecken sogar künstliche Aromen darin.

Viele Teekenner schwören auf losen Tee. Doch in Produkttests schnitten mittlerweile auch qualitativ hochwertige Beuteltees gut ab. Wichtig ist aber: Wie viele andere Tees ist leider auch der grüne Tee oft mit Pestiziden aus der Landwirtschaft belastet. Setze daher am besten auf Bio-Qualität, um eine Belastung zu vermeiden. Im Schnitt sind Teeblätter aus Japan weniger belastet als Ware aus China.

Hat die Zubereitung Einfluss auf die Wirkung?

Entscheidend bei der Zubereitung ist die Ziehzeit und Wassertemperatur: Nach Empfehlung der World Green Tea Association sollte man grünen Tee je nach Sorte und Qualität ca. zwei bis drei Minuten bei 60–80 °C ziehen lassen. So schmeckt er nicht zu bitter, und die gesunden Inhaltsstoffe werden durch zu Hitze nicht zerstört. Übrigens: Ob du den Tee kurz oder lang ziehen lässt, hat auf seine belebende Wirkung keinen Einfluss. Denn das Koffein wird gleich zu Beginn herausgelöst und auch durch später hinzukommende Gerbstoffe nicht entscheidend gebunden.

Hilft grüner Tee auch äußerlich?

Hast du schon einmal Shampoo oder Body Lotion mit grünem Tee ausprobiert? Seine antioxidativen Eigenschaften könnten auch hier von Vorteil sein. Wissenschaftlich belegt ist aber nur seine Wirkung auf die Mundschleimhaut: Wer mit grünem Tee statt Wasser gurgelt, entwickelt dreimal weniger Infekte. Ursache dafür sind Gerbstoffe, die Viren im Mund abtöten. Somit bietet grüner Tee eine gesunde und gleichermaßen anregende Alternative zu Schwarztee oder Kaffee.

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Christian Zehenter

Christian Zehenter ist Diplom-Sozialpädagoge, Heilpraktiker und arbeitet als Medizinjournalist im Bereich „Gesund leben“. Dazu zählt auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Mit seinen Beiträgen möchte er seine Leser bewegen, informieren und inspirieren, sich bewusst mit dem Thema auseinander zu setzen.

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