Gewuerze in bunten Saecken
meine Ernährung

Gute Gewürze – die Seele des Essens

Richtig würzen mit Wow-Effekt

von Corinna Dürr (Kommentare: 0) , Foto: ©Bergringfoto - stock.adobe.com

Wie entscheidend Gewürze sind, damit unser Essen alle Sinne anspricht und fantastisch schmeckt, weißt du vermutlich. Aber ist dir auch bewusst, dass die Qualität der Gewürze ebenso wichtig ist wie die richtige Lagerung? Und weißt du welche Gewürze zu welchem Zeitpunkt ins Essen kommen? Hier erfährst du alles Wichtige über die wunderbare Welt des Würzens.

Was bewirken Gewürze?

Gewürze kommen zwar nur in kleinen Mengen ins Essen, erzielen aber große Effekte. Sie verleihen den Speisen erst ihr einzigartiges Aroma. Dabei bringen Gewürze nicht nur Geschmack und Genuss ins Essen, sondern regen häufig auch Appetit und Speichelfluss an und fördern die Verdauung. Zahlreiche Gewürze gelten zudem als Heilmittel, auch wenn der gesundheitliche Effekt bei den im Essen verwendeten geringen Mengen eher begrenzt ist. Nicht zuletzt wecken Aromen unmittelbar Gefühle, da ihr Duft direkt im ältesten Teil unseres Gehirns andockt. So sorgen Gewürze rundum für unser Wohlbefinden beim Essen.

Gewürze statt Salz

Es ist unschwer zu erkennen, dass „Gewürz“ von „Wurzel“ kommt. Verwendet werden zum Würzen allerdings nicht nur Wurzeln, sondern auch andere Pflanzenteile wie Blätter, Blüten, Stängel, Rinde, Samen oder Früchte. Per Definition sind Gewürze Pflanzenteile, die sich wegen ihres natürlichen Gehaltes an Geruchs- und Geschmacksstoffen als würzende Zutat für Lebensmittel eignen. Demnach zählt Salz übrigens nicht zu den Gewürzen, weil es nicht duftet und nicht von Pflanzen stammt. Würzen kannst du damit natürlich trotzdem, aber besser sparsam, denn die pflanzlichen Gewürze bringen viel mehr Aroma und sind gesünder.

Wie erkennt man gute Gewürze?

Achte möglichst auf gute Qualität, wenn du Gewürze kaufst. Denn nur gute Gewürze besitzen die optimale Würzkraft und entfalten ein wohlschmeckendes und charakteristisches Aroma. Das erkennst du am intensiven Geruch und Geschmack. Auch eine kräftige sortentypische Farbe kann auf hohe Würzqualität hinweisen. Denn wenn Pflanzen viele natürliche Farbstoffe entwickeln, entstehen parallel meistens auch viele natürliche Duft- und Geschmacksstoffe.

Qualität von Gewürzen

Entscheidend für eine gute Qualität von Gewürzen sind optimale Wachstumsbedingungen: das richtige Klima, guter Boden, ausreichend Nährstoffe und genügend Zeit zum Reifen. Je nach Gewürz gelten deshalb oft bestimmte Herkunftsländer als Qualitätsmerkmal. Auch die Sorte spielt oft eine wichtige Rolle. Größe, Form und Struktur des Gewürzes können ebenfalls Indizien für gute Qualität sein. Gute Gewürze sollten selbstverständlich keine Verunreinigungen und keine Schadstoffe enthalten. Und sie sollten schonend getrocknet und verarbeitet werden.

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Wie lagert man Gewürze richtig?

Wenn du gute Gewürze gekauft hast, solltest du sie auch richtig lagern. Sonst verlieren sie schnell an Aroma, Farbe und Würzkraft. Im schlimmsten Fall können sie auch von Ungeziefer oder Bakterien befallen werden, verschimmeln oder verderben. Achte deshalb darauf, Gewürze immer dunkel, trocken und kühl aufzubewahren. Am besten verwendest du dunkle, gut verschlossene Dosen. Über dem Herd stehen Gewürze zwar schön griffbereit, doch Hitze und Feuchtigkeit schaden ihnen. Platziere deine Gewürze also lieber in einem geschlossenen Schrank in Armeslänge vom Herd entfernt.

Wann und wie sollte man würzen?

Kommen Gewürze vor oder nach dem Kochen ins Essen? Das hängt vom Gewürz ab. Generell gilt: Kräftige und feste Gewürze wie ganze Samen, Rinde, Wurzelstücke oder feste Blätter und Stängel geben oft erst beim Mitkochen ihr Aroma ab. Dazu zählen zum Beispiel Zimtstangen, Nelken, Wachholderbeeren oder Kümmel. Aber auch Rosmarinnadeln, Lorbeerblätter oder Thymian dürfen mitgaren.

Zarte Blättchen wie Basilikum und andere frische Kräuter gibst du besser erst nach dem Kochen dazu. Sie verlieren durch die Hitze an Aroma. Auch gemahlener Pfeffer, Paprika, Muskat oder Safran reagieren übrigens empfindlich auf Hitze und kommen erst zum Schluss ins Essen.

Einige Gewürze kommen erst richtig gut zur Geltung, wenn man sie vorher anröstet. Probiere mal, Curry, Kardamom, Koriandersamen, Kurkuma oder Kreuzkümmel in der trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze zu rösten bevor du sie zum Essen gibst. Dabei immer wieder umrühren bzw. wenden. Wenn es angenehm duftet, sind die Gewürze fertig geröstet. Auch bei Fenchel, Anis, Gewürznelken oder Piment lohnt sich das Rösten. Sie schmecken dann noch intensiver.

Tipp

Streue Gewürze möglichst nicht direkt aus der Dose in den Kochtopf. Durch den aufsteigenden Wasserdampf gelangt Feuchtigkeit in die Gewürzdose und lässt Gewürze verklumpen oder schimmeln.

Welches Gewürz darf in deinem Gewürzregal nicht fehlen?

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Corinna Dürr

„Was kann man überhaupt noch essen? Was ist gesund?“ wird die Ernährungswissenschaftlerin Corinna Dürr oft gefragt. Gesunde Ernährung erscheint vielen aufwändig und kompliziert. Nicht so bei der gut gelaunten Ernährungsexpertin aus Bonn, die auch gerne mal etwas Süßes nascht. Einfach frisch und bunt essen, von allem ein bisschen, aber nicht zu viel, heißt ihre Devise. Und natürlich mit allen Sinnen genießen. Denn Essen soll gut tun und Freude machen, findet Corinna Dürr.

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