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So wird dein Garten zum Vogelparadies

In 8 Schritten zum vogelfreundlichen Garten, der auch dich glücklich macht

von Fiona Amann (Kommentare: 0) , Foto: ©marilyn barbone - stock.adobe.com

Jeder Garten hat das Zeug zum Vogelparadies. Ein geschützter Ort, an dem sich Vögel wohlfühlen, singen, ihren Nachwuchs großziehen und dabei jede Menge Mücken, Läuse und Raupen vertilgen. Ganz nebenbei ist der vogelfreundliche Garten auch ein Paradies für seine menschlichen Bewohner – denn Vogelgesang entspannt und macht glücklich.

Wo Vögel gerne sind, ist Leben

Ab März kommen Vögel in Brutstimmung. Wann genau, hörst du am Gesang der Amseln. Plötzlich liegt morgens und spätnachmittags der typische Amselschlag in der Luft und mit ihm beginnt, nicht nur für mich, der Frühling. Im Garten erscheinen täglich neue Frühlingsblumen wie Schneeglöckchen, Krokus und Blausternchen. Zu ihnen gesellen sich immer mehr Vögel. Bis Ende März kommen auch Zugvögel wie Bachstelzen, Rotschwänzchen, Buch- und Grünfinken aus ihren Winterquartieren zurück. Sie alle begeben sich sofort auf die Suche nach einem Partner bzw. einer Partnerin, einem geeigneten sicheren Nistplatz, Futter und Wasser. Darüber, ob ein Garten leblos oder richtig lebendig wird, entscheiden genau diese Faktoren. Es liegt an dir, den Garten vogelfreundlich einzurichten.

Das kannst du für einen vogelfreundlichen Garten tun:

Pflanze Vogelnähr- und Vogelschutzgehölze

Dazu eigenen sich beispielsweise Apfeldorn/Weißdorn, Eberesche, Pfaffenhütchen, Kornelkirsche oder Säulen-Zieräpfel. Hinzu kommen Berberitzen, Hainbuchen, Schneeball, Zierquitte, Schlehe oder Seidelbast. Diese heimischen, robusten Gehölze ernähren Vögel mit ihren Früchten und bieten, sobald sie etwas älter sind, auch gute und sichere Brutplätze.

Pflanze Bienen- und Insektenpflanzen

Insekten lieben beispielsweise Lavendel, Thymian, Sonnenhut, Ringelblumen, echter Winter-Jasmin, Margeriten oder Glockenblumen. Wo Insekten sind, da sind auch Vögel und bedienen sich.

Füttere Vögel das ganze Jahr

Kleingärten sind viel zu klein, um Vögeln das ganze Jahr über ausreichend Futter zu bieten. Futterstationen mit gutem Ganzjahresfutter für Wildvogel gleichen dieses Defizit aus. Gerade in der stressigen Brutsaison sind Elternvögel dankbar über jede Futterquelle. Im Frühling geben Garten und Natur nämlich kaum noch was her.

Stell Wasser bereit

Ein Suppenteller als Vogeltränke genügt vollkommen. Hauptsache du wechselst das Wasser täglich und hältst die Vogeltränke sauber. Wasser im Garten ist ein ganz großes, wichtiges Thema. Ein Miniteich macht kaum Arbeit, ist aber ein Magnet für sämtliche Gartenvögel – und Insekten – und ist obendrein auch für dich sehr entspannend.

Verzichte auf Gift im Garten und ändere deine Perspektive auf Insekten

Läuse, Raupen, Mücken und Co sind lebendes Vogelfutter. Überlasse sie deinen gefiederten Helfern. Herbizide vergiften dagegen nicht nur Insekten, sondern am Ende auch Küken und Jungvögel im Nest.

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Hänge Nistkästen auf

Im Handel gibt es zahlreiche Modelle in jeder Preislage und für jeden Vogel. Achte darauf, dass der Nistkasten vor Angriffen von Katzen und Mardern sicher ist. Das Flugloch sollte stets nach Osten schauen und zwischen den einzelnen Kästen sollten gut 5-8 Meter Abstand liegen. Nur Spatzen, Schwalben oder Mauersegler wohnen gerne Nistkasten an Nistkasten.

Stell Sitzwarten auf

Vögel sitzen gerne katzensicher auf Sing- oder Sitzwarten. Von dort aus haben sie den besten Überblick über ihr Revier und jagen Insekten. Zugleich ist der erhöhte Platz auch eine Bühne für ihren Gesang. Als Sitzwarte eignen sich beispielsweise Rankgitter, Obelisken oder auch Bäume und Baumpfähle.

Halte Katzen fern

Nach einer amerikanischen Studie fängt und tötet jede freilaufende Katze etwa 30 Vögel im Jahr. Das ist bekannt, aber Katzenliebhaber wollen das, laut einer weiteren Studie, einfach nicht wahrhaben. Schade. Was bleibt ist meine Bitte, zumindest während der Brutsaison in den Morgen-und Abendstunden den Auslauf der Katze stark einzuschränken. Es gibt auch ausbruchsichere Katzengitter für den Garten – eine gute Option, wie ich meine. Wer Verantwortung für einen Stubentiger trägt, muss auch dafür sorgen, dass seine Katze auch keine anderen Tiere schädigt.

Warum ein vogelfreundlicher Garten auch gut für dich ist

Jetzt haben wir so viel darüber gehört, was du tun kannst, damit sich Vögel in deinem Garten wohl und zu Hause fühlen. Sie danken es dir auf ihre ganz eigene Weise:

  • Vögel halten lästige Mücken, Raupen, Läuse, Spinnen und andere Krabbeltiere in Schach. Wo Vögel ihren Nachwuchs füttern, werden Insekten nie zur Plage. Kaum krabbeln ein paar Läuse auf jungen Rosentrieben, sammeln Meisen sie auf. Verzichte auf Gift und verlass dich stattdessen auf deine gefiederten Freunde. Die Natur regelt alles auf wunderbare Weise.
  • Vögel zu beobachten macht Spaß. Hänge den Futterautomaten so auf, dass du ihn vom Fenster aus gut sehen kannst. Du wirst begeistert sein, wie viele Vögel dort regelmäßig erscheinen, sich ein Körnchen holen und wieder verschwinden. Ähnlichen Zuflug erhalten Vogeltränken und Wasserstellen im Garten. Es ist einfach immer was los in deinem privaten Vogelparadies. Naturerlebnis pur – spannend für Groß und Klein.
  • Vogelgesang entspannt und macht glücklich. Rotschwänzchen beginnen bereits 80 Minuten vor Sonnenaufgang mit ihrem Gesang. Nach und nach stimmen weitere Vögel mit in den Chor und bis die Sonne schließlich aufgeht, hörst du einen vielstimmigen Chor. Vorausgesetzt, du schläfst bei offenem Fenster. Meistens singen nur die Vogelmännchen, weil sie ihr Revier verteidigen und eine Partnerin finden möchten. Doch sobald im Juli die Brutsaison beendet ist, verstummt so nach und nach ihr Gesang – aber nur bis zum nächsten Frühling. Wenn du dann mehr Vogelstimmen als bisher im Garten hören willst, richte schon jetzt deinen Garten vogelfreundlich ein. Vögel haben nämlich ein gutes Gedächtnis und kehren jedes Jahr wieder in ihr angestammtes Revier zurück – gerne auch zu dir.

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Fiona Amann

Kinder flügge und dann… endlich mehr Zeit für mich. Fiona Amann ist Texterin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihren Texten lüftet sie Geheimnisse aus ihrer gärtnerischen und fotografischen Schatzkiste und zeigt, wie bereichernd, gesund & spannend Leben mit Pflanzen ist.

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