Aussaat auf der Fensterbank
meine Freizeit

Wenn Oma und Opa mit dem Enkel Sport treiben

Bewegung für Jung und Alt

von Helmut Achatz (Kommentare: 0) , Foto: ©Iryna - stock.adobe.com

Wir Omas und Opas von heute sind gesünder, aktiver und vitaler als frühere Generationen. Warum sich nicht von den Enkeln inspirieren lassen, mal wieder zu Paddel oder Schwimmbrille zu greifen? Stubenhocken gilt nicht. Gemeinsamer Sport mit den Enkeln ist gut für uns und fürs Miteinander.

„Sport ist Mord“ – von wegen. Umgekehrt gilt, wer nicht paddelt, schwimmt, kickt oder walkt, muss sich nicht wundern, wenn sich die Muskeln abbauen, das Atmen und Bücken schwerfällt, der Kreislauf zickt und der Bauch an Umfang gewinnt.

Alter ist keine Ausrede

Von niemandem wird verlangt, dass er hundert Meter in zwölfeinhalb Sekunden absolviert. Aber so ein bisschen Sport tut jedem gut. Laufen, Gehen, Schwimmen und Radfahren stärkt die Muskulatur, senkt den Blutdruck, beugt Gelenkschmerzen vor und wirkt sich positiv auf den Gleichgewichtssinn aus. Allein das wäre schon Grund genug, sich im Alter aus dem Sofa zu wuchten. Ausreden gelten nicht, auch zum Anfangen ist es nie zu spät. Denn, selbst wer zeitlebens von Job und Pflichten vereinnahmt war und sein Rad in der Tiefgarage verstauben ließ, kann im Alter noch mit Sport anfangen.

Gemeinsame Stunden mit den Enkeln

Wenn das nicht schon genug Motivation ist, für Großeltern kommt noch etwas hinzu – die Enkel. Oma und Opa haben, anders als die Eltern, Zeit für Sport mit den Enkeln. Sie können Neues ausprobieren und testen, was für sie und die Kleinen taugt. Kinder genießen es, wenn wir uns als Großeltern Zeit für sie nehmen. Warum nicht das Nette mit dem Nützlichen verbinden? Gemeinsam bewegen schafft Nähe. Klein-Emma und Jung-Ben erleben Oma und Opa mal ganz anders, das schweißt zusammen. Das stärkt das eigene Selbstbewusstsein und das der Enkel.

Welche Sportart für wen?

Welche Sportart für wen? Muss es denn die eine Sportart sein? Es kommt auf die Jahreszeit an, auf die Möglichkeiten und die eigene Fitness. Gemeinsame Aktion kann ein Radausflug im Frühjahr sein, im Sommer das Schwimmen im naheliegenden See und Wandern im Herbst.

Um sich eine gemeinsame Sportart herauszusuchen, stellt sich zunächst die Frage: Welche Sportarten gibt es überhaupt für uns Großeltern? Der Stadtsportbund Leipzig hat eine Broschüre zusammengestellt, in der alle Möglichkeiten für Ältere ausgelotet werden. Die Spanne reicht von Badminton und Bowling über Rudern, Schwimmen bis Walking. Als seniorengerecht sehen die Leipziger folgende Sportarten an:

  • Badminton
  • Fußball

  • Gymnastik

  • Kanu
Kegeln/Bowling

  • Laufen

  • Radfahren
  • 
Rudern

  • Schwimmen

  • Segeln

  • Tanzen

  • Tennis

  • Tischtennis

  • Volleyball

  • Walking

  • Wandern

  • Yoga

Und welche taugen für den gemeinsamen Sport von Omas und Opas mit ihren Enkeln?

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Zusammen per Rad die Welt entdecken

Zuerst fällt uns Radfahren ein. Es gibt Liegeräder, E-Bikes, Klappräder, Kombi-Räder und Campinganhänger für längere Radtouren, aber hast du auch schon von Tandems für Opa und Enkel gehört? Mit dem richtigen Rad halten Oma und Opa locker mit dem tatendurstigen Enkel mit. Umgekehrt, wenn die Großeltern fitter sind als die – noch kleinen – Enkel, dann wäre vielleicht ein Tandem nicht schlecht. Die gibt’s mittlerweile für unterschiedliche Körpergrößen. Mini-Räder lassen sich per Anhängerstange mit Opas Rad koppeln. Weil Enkel und Großeltern nicht immer am gleichen Ort wohnen, bietet sich der Kauf eines Klapprads an. Das ist schnell im Auto verstaut, sodass die Großeltern zum Besuch der Enkel bequem ihr Rad mitnehmen können.

Schwimmen lernen leicht gemacht

Schwimmen schont die Gelenke und stärkt die Muskeln. Was fangen aber Oma und Opa mit dem Enkel an? Wie wäre es denn, den Kleinen das Schwimmen überhaupt erst beizubringen? Das heißt, die Großeltern avancieren zum Schwimmlehrer. Keine Angst, ist nicht schwer, es braucht nur etwas Geduld.

Schwimmen als gemeinsamer Sport für Großeltern und Enkel ist deswegen so dankbar, weil sich sportliche Ziele setzen lassen: In vielen Bundesländern können Kinder das Frühschwimmerabzeichen „Seepferdchen“ erwerben. Da geht es darum, vom Beckenrand zu springen, 25 Meter zu schwimmen und einen Tauchring aus schulterhohem Wasser heraufzuholen. Beim Seepferdchen bleibt es meist nicht: Es folgen Bronze-, Silber- und Gold-Abzeichen sowie das Schnorchel-Abzeichen. Das spornt an. Die Kleinen sind stolz auf ihr „Seepferdchen“ – eine bessere Motivation gibt es kaum.

Wandern oder Tischtennis

Auch abseits des Hallenbads fällt Großeltern sicher einiges ein, um gemeinsam fit zu bleiben. Wie wäre es dann mit Wandern? Dafür braucht’s nur gutes Schuhwerk, vielleicht Walking-Stöcke und notfalls Regenbekleidung. Wandern kann dabei schon der Spaziergang zum Spielplatz oder eine leichte Bergtour sein – es kommt eben auf die Möglichkeiten und die Fitness von Alt und Jung an. Übrigens, Wandern muss nicht langweilig sein. Wer schon mal mit Kindern zur Alm unterwegs war, weiß, wie spannend ein Bachlauf, Steine und Bäume sein können. Warum nicht mal über einen gefallenen Baumstamm balancieren? Die Tour lässt sich mit Ratespielen verknüpfen – oder mit Gesprächen über dies und das. Die gemeinsame Brotzeit auf der Alm oder im Gasthaus stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Fantasie ist gefragt, wenn es um den Großeltern-Enkel-Sport geht. Gut, wer eine Tischtennisplatte im Garten hat. Für zwischendurch ist Tischtennis-Spielen die ideale Auflockerung für Jung und Alt. Das geht ohne und mit Spielregeln. Auf Spiel, Satz und Sieg zu setzen, spornt natürlich mehr an als ohne.

Was machen Vereine?

Eltern-Kind-Turnen kennen vielleicht die meisten, dabei können natürlich auch Großeltern mitmachen. Aber das ist nur ein Beispiel für viele Initiativen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) stellt immer wieder Initiativen einzelner Vereine in Deutschland vor, darunter den VfR Marienhagen mit seiner Kinderturn-Aktion oder die DAV-Sektion Kaufbeuren/Gablonz mit ihren gemeinsamen Ausflügen in die Berge oder SG Bornheim und sein Familiencamp. Wie wäre es mal mit einem Familienmarathon – da kann auch Opa oder Oma mitmachen? Einer läuft, einer schwimmt, einer fährt Rad.

Wer nicht aus Marienhagen oder Kaufbeuren kommt, fragt am besten beim örtlichen Turn- und Sportverein nach – oder bei der Volkshochschule. Viele Organisationen haben sich mittlerweile auf Familien-Sport eingestellt. Eltern-Kind-Turnen gehört zum Standardrepertoire, aber es gibt auch Zumba-Kurse für Alt und Jung.

Noch nicht das Richtige für dich dabei?

Für den gemeinsamen Sport eignen sich auch:

  • Inlinerfahren
  • Badminton
  • Reiten
  • Rudern
  • Boule spielen

Oder wie wäre es mit einem gemeinsamen Besuch in einem Barfußpark? Warum Barfuß laufen so gesund ist, erfährst du in unserem Artikel Unten ohne: Barfußlaufen liegt voll im Trend – Doping für die Füße war schon zu Zeiten von Sebastian Kneipp angesagt

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Helmut Achatz

"Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an …", nein falsch. Die Basis für ein gesundes und langes Leben fängt schon früher an - und genau das ist das Anliegen des frühen Ruheständlers Helmut Achatz, der so gar nicht ruhig sein will. Der Journalist beschäftigt sich in seinen Beiträgen mit genau diesen Themen und zeigt Wege für ein besseres Verständnis für Gesundheit und Medizin auf.

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