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Den Darm zu pflegen ist die beste Vorsorge

Gesunde Ernährung erhält die Vielfalt unserer Mitbewohner im Bauch

von Monika Murphy-Witt (Kommentare: 0) , Foto: ©Bomix - stock.adobe.com

Morgens Toastbrot, mittags Pizza und abends Chips vorm Fernseher – kein Wunder, wenn irgendwann der Bauch grummelt. Denn die Bakterien in unserem Darm möchten gern etwas Richtiges zum Beißen haben. Vernachlässigen wir sie dauerhaft, kann das schwere Folgen haben, für unseren Körper und unsere Psyche.

Multitasker Darm

Unser Darm ist mehr als ein bis zu acht Meter langer Verdauungsschlauch. Die Oberfläche seiner Schleimhaut könnte problemlos einen Tennisplatz abdecken. Rund drei Tonnen Nahrung und 50000 Liter Flüssigkeit wandern im Laufe unseres Lebens dort hindurch. Die Aufspaltung dieser Nahrung in ihre einzelnen Bestandteile und die Aufnahme von Nährstoffen findet im oberen Teil, dem Zwölffinger- und Dünndarm, statt. Von dort wandert alles, was der Körper nicht verdauen kann, in den Dickdarm. Er entzieht dem Speisebrei täglich etwa acht Liter Wasser, damit er ausgeschieden werden kann. Doch neben der Resteentsorgung hat dieser Teil des Darms noch weitere wichtige Aufgaben: Er regelt den Wasser- und Elektrolythaushalt unseres Körpers, produziert in seinen Zellen Vitamine, Botenstoffe und 95 Prozent des körpereigenen „Glückshormons“ Serotonin und beherbergt immerhin 80 Prozent der Abwehrzellen unseres Immunsystems. Und nicht zuletzt ist der Dickdarm die Heimat von 100 Billionen Bakterien, unserer Darmflora. Rund 1000 verschiedene Arten tummeln sich hier, ein Pool mit 150-mal so vielen Genen, wie wir selbst besitzen.

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Wohlbefinden durch richtigen Bakterien-Mix

Dieses Mikrobiom hat – wie Wissenschaftler inzwischen herausgefunden haben – enormen Einfluss auf die Entstehung von Krankheiten wie Adipositas, Allergien, Arteriosklerose oder Diabetes Typ 2. Aber auch bei schlechter Laune, Schlafstörungen und Depressionen vermuten Forscher Zusammenhänge. Denn der Magen-Darm-Trakt ist der Sitz unseres „Bauchhirns“. Von der Speiseröhre bis zum After zieht sich ein komplexes Netzwerk von 500 Millionen Nervenzellen. Dieses Enterische Nervensystem (ENS) steuert nicht nur alle Verdauungsfunktionen, sondern sendet auch ununterbrochen, für uns unbewusst Signale direkt ins Gehirn – und in diesen Kommunikationsprozessen spielt unsere Darmflora ebenfalls eine wichtige Rolle. Je nach Bakterien-Mix werden so, wie sich in ersten Studien gezeigt hat, Stimmung, Psyche, Wohlbefinden und soziales Verhalten beeinflusst.

Und da kommen das Toastbrot und die Pizza ins Spiel. Denn je nachdem, was wir essen, füttern wir einzelne Bakterienarten mehr oder weniger gut, einige überleben, andere verhungern. Sogar wann und wie regelmäßig wir essen, beeinflusst die Vielfalt an Bakterienstämmen in unserem Darm. Die Chronobiologie weiß, dass auch unsere Darmflora im Tag-Nacht- und im Ernährungsrhythmus schwingt und zu einer bestimmten Zeit Nahrung haben möchte. Sorgen wir nur unregelmäßig für Nachschub, nehmen uns das einzelne Arten übel und gehen verloren, nicht selten solche, die gut für unsere Gesundheit wären. Das Mikrobiom „verarmt“, was das Risiko für chronische Erkrankungen erhöht.

Reset der Darmflora

Unser Darm und seine Bewohner sind also Sensibelchen, die gepflegt werden wollen. Nur so können wir den Artenreichtum in unserem Bauch erhalten und gesund und fit bleiben. Weißmehl und Fast Food sind da auf Dauer nicht das Richtige. Wichtig stattdessen: geregelte Mahlzeiten und eine abwechslungsreiche pflanzenbasierte Kost mit viel Gemüse, Obst, Nüssen, Hülsenfrüchten und hochwertigen Ölen. Darin stecken nicht nur wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, sondern auch Ballaststoffe, unverdauliche Fasern, die ein Leckerbissen für die Darmbakterien sind. Wer Ernährungssünden ausbügeln möchte, kann gezielt Probiotika, Nahrungsmittel wie Joghurts oder Präparate mit lebensfähigen Mikroorganismen (z.B. Mega-Acidophilus Plus von Vita Natura) ergänzen, um so ein besseres Gleichgewicht zwischen günstigen und ungünstigen Bakterien im Darm zu fördern.

Noch besser ist es, den Darm von Zeit zu Zeit ordentlich zu putzen, damit die Darmflora sich regenerieren kann. Vor allem nach längerer Fehlernährung, einer Krankheit oder einer Antibiotika-Therapie tut ein solcher Kehraus gut. Möglich ist er durch einige Tage fasten. Durch den Nahrungsverzicht werden Altlasten und ungünstige Mikroorganismen ausgeschieden und die Darmschleimhaut erneuert sich. Wem das zu radikal ist, kann durch effektive Ballaststoffe wie Flohsamenschalen den Verdauungstrakt von innen reinigen (z.B. in Mega Colon Clean von Vita Natura). Wichtig dabei: viel trinken, am besten Wasser. Denn nur so können die unverdaulichen Pflanzenfasern richtig quellen. Das erhöht das Stuhlvolumen, regt die Darmperistaltik an, putzt „schlechte“ Bakterien heraus und fördert das Wachstum von „guten“. Toastbrot, Pizza und Chips sollte man sich danach allerdings verkneifen.

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Monika Murphy-Witt

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