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Unser Immunsystem – hochkomplex und ständig aktiv

Was können wir tun, um unsere Abwehr mit einfachen Mitteln zu unterstützen?

von Claudia Dechamps (Kommentare: 0) , Foto: ©Rawpixel.com - stock.adobe.com

Sommer! Endlich mit leichten T-Shirts, kurzen Hosen oder luftigen Röcken auf in den Tag. Wir genießen das herrliche heiße Sonnenwetter in vollen Zügen. Und freuen uns trotzdem über jede Klimaanlage. Gerade im Auto ist es ja sonst nicht auszuhalten. Und dann plötzlich ein dicker Hals und eine Schniefnase. Was ist passiert?

Fachleute sprechen vom „open window“ Effekt. Durch Hitze oder starke körperliche Anstrengung wird der Körper sehr angestrengt und Keime haben einen kurzen Moment leichtes Spiel. Gebrauchen kann man einen Infekt im Sommer nicht, die Badesaison ruft, der Urlaub steht vor der Tür. Aber leider ist dein Immunsystem bei der klimatisierten Luft ein wenig schwach geworden. Unser Immunsystem schützt uns vor schädigenden Einflüssen. Es ist ein großes, komplexes Schaltsystem in unserem Körper. Zu ihm gehören Organe, Zellen und Eiweiße. Und genau genommen ist es Tag und Nacht im Einsatz, ohne dass wir es bewusst spüren.

Im Urhirn gespeicherte Abwehrreaktionen

Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten – zum Glück sehen wir mit bloßem Auge nicht alles, was uns zu Leibe rücken will. Unser Immunsystem erkennt die Plagegeister, bekämpft und entfernt sie aus dem Körper. Auch schädigende Substanzen vermag es zu identifizieren und abzuwehren. Genauso wie es in der Lage ist, fehlerhaft gewordene Zellen zu zerstören und abzubauen. Manche dieser Immunabwehrreaktionen laufen automatisch ab, wir sind damit auf die Welt gekommen, die Reaktionen sind sozusagen in unserem Urhirn verankert. Andere Reaktionen lernt unser Körper. Wer zum Beispiel einmal Keuchhusten oder Röteln hatte, erkrankt nie wieder daran. Mit Impfungen kann man diesen Lerneffekt künstlich erzeugen, dadurch lernt das Immunsystem auch und ist gegen die betreffende Krankheit künftig immun.

Was alles zu unserem Immunsystem gehört

Zum Immunsystem gehören die Schleimhaut von Nase und Rachen, die Mandeln, die Milz, die Thymusdrüse, der gesamte Darm, die Blase, unser Knochenmark, die Haut und das Lymphsystem mit Lymphknoten und -gefäßen. Es ist beachtlich, was da alles zu unserem Schutz arbeitet. Und die Verteidigung wirkt auch noch doppelt und dreifach. Zunächst einmal schützen uns die geschlossene Oberfläche der Haut und der Schleimhäute, sie wehren schon mechanisch Eindringlinge wie Krankheitserreger ab. Säuren, Enzyme oder Schleim verhindern, dass sich Bakterien, Keime oder Viren festsetzen können. Haben Erreger es doch geschafft, in den Körper einzudringen, dann fährt die zweite Riege auf. Fresszellen machen sich über sie her und sorgen dafür, dass sie den Körper wieder verlassen. Und dann gibt es noch die besonderen B- und T-Zellen, die Lymphozyten, die Antikörper gegen bestimmte Eindringlinge bilden und uns auf diese Weise vor einer Erkrankung schützen können.

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Schlafmangel und Stress richten Schaden an

Wenn in unserem Körper so viel arbeitet, dann ist eigentlich auch klar, dass man ein derart komplexes System leicht durcheinanderbringen und schwächen kann. Von Kaffee, Alkohol und Zigaretten beispielsweise ist die Abwehrpolizei unseres Körpers wenig begeistert. Ein ganz einfaches Mittel, das Immunsystem auf Trab zu halten, ist ausreichender Schlaf. Wer dauerhaft zu wenig schläft, macht sich angreifbar – im wahrsten Sinn des Wortes. Genauso viel Schaden richtet latenter Stress an. Ihr kennt das sicher, Prüfungsphase, Druck im Büro, persönlicher Ärger. Dann tut es plötzlich hier weh und da, Kopfschmerzen melden sich, ein Herpes fängt an zu blühen. Jetzt ist es allerhöchste Eisenbahn, die Bremse zu ziehen und einen Gang herunter zu schalten. Das geht am besten mit frischer Luft. Bewegung draußen tut Kopf und Körper gut. Noch besser ist es natürlich, wenn du hier einen drauf legst und richtig Sport machst. Das sorgt nämlich für eine gute Durchblutung bis in die Fingerspitzen, alle Zellen werden mit Sauerstoff versorgt, potentiell schädliche Zellen effizienter beseitigt.

Abwehrkompanie im Darm

Ein weiteres einfaches Mittel ist eine gute Ernährung. Auf die Einkaufsliste sollten viel Gemüse, viel Obst und Getreide. Vitamine, besonders Vitamin C, Eisen, Zink und Selen unterstützen die Abwehr- und Fresszellen bei ihrer Arbeit. Ein Großteil von ihnen hat seinen Sitz im Darm, die Darmflora mit den richtigen Lebensmitteln gesund zu halten, ist daher immens wichtig für ein stabiles Immunsystem. Eine basische Ernährung mit Vital- und Ballaststoffen und möglichst wenig Zucker sorgt für mikrobielles Gleichgewicht im Darm. Dazu gibt es auch optimal zusammengestellte, hochdosierte Präparate, mit denen man seinen Ernährungsplan ergänzen kann. Schmeckt dir Müsli mit Haferflocken, Naturjoghurt und geriebenem Apfel? Damit startest du nicht nur energiereich in den Tag, du versorgst gleichzeitig deine Abwehrkompanie im Darm mit den richtigen Nährstoffen. Damit die Sommergrippe keine Chancen hat, hier noch ein paar Tipps:

  • viel Wasser trinken – im Sommer schwitzt man mehr
  • „eisgekühlt“ muss nicht sein, der Körper braucht zu viel Energie, um kalte Drinks anzuwärmen, die fehlt dann dem Immunsystem
  • Durchzug meiden, in klimatisierten Räumen eine Jacke überziehen
  • verschwitzte Kleidung rasch wechseln, beim Abkühlen erkältet man sich schneller als einem lieb ist
  • ausreichend schlafen, nicht jede Party muss am Morgen enden

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Claudia Dechamps

Hauptsache gesund! Ja, wenn das immer so einfach wäre. Gesund sein ist ein Geschenk und gesund bleiben – da kann man schon eine Menge für tun. Was sinnvoll ist und welche neuen Erkenntnisse es gibt, dazu recherchiert Claudia Dechamps gern und leidenschaftlich im Netz und schreibt für euch darüber.

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