Mann und Frau die an Kopfschmerz und Migräne leiden
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Volkskrankheit Kopfschmerz

Was hilft dagegen?

von Sabine Krieg (Kommentare: 0) , Foto: ©Aaron Amat - stock.adobe.com

„Ich habe Kopfweh“ – das klingt harmlos. Doch jeder vierte Mensch in Deutschland fühlt sich durch ständige Beschwerden in seiner Lebensqualität stark beeinträchtigt. Gehörst du auch dazu?

Mit der richtigen Behandlung und vorbeugenden Maßnahmen lässt sich viel gegen den Schmerz ausrichten.

Pochende Schläfen nach einem anstrengenden Tag – das hat sicher jeder einmal. Zwei Drittel der Bevölkerung leiden aber sehr oft unter Kopfschmerz oder gar Migräne. Laut einer aktuellen Studie sind auch schon jüngere Menschen zunehmend betroffen. Da der Schmerz sehr individuell auftritt, muss man verschiedene Ausprägungen voneinander abgrenzen, um dagegen vorzugehen.

Primäre oder sekundäre Form?

Mediziner unterscheiden, ob es sich um primäre Kopfschmerzen handelt (z. B. Spannungskopfschmerz, Migräne) oder ob eine andere Grunderkrankung die Beschwerden, also den sekundären Kopfschmerz, auslöst (z. B. ein grippaler Infekt).

Welche Formen von Kopfschmerz gibt es?

Spannungskopfschmerz

  • Bei dieser am häufigsten auftretenden Variante pocht oder drückt es über den gesamten Kopf verteilt, oft auch im Nacken.

Migräne

  • Meist lodern diese Kopfschmerzen nur halbseitig auf, aber intensiv stechend oder pulsierend. Typische Begleitsymptome sind Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Migräne kann wenige Stunden bis zu drei Tage andauern.

Clusterkopfschmerz

  • Er tritt in der Bevölkerung seltener, aber sehr schmerzhaft und meist halbseitig um ein Auge herum auf. Die Attacken sind periodisch gehäuft, daher spricht man von einem Cluster.

Wann einen Arzt aufsuchen?

Hast du die Schmerzen nicht nur gelegentlich, sondern ständig, ist eine fachgerechte Diagnose nötig. Nur so lässt sich mit einer Therapie wirksam gegensteuern. Regelmäßiger Kopfschmerz ist keine Bagatelle, sondern eine echte Erkrankung. Doch 40 Prozent aller Migränefälle werden laut Deutscher Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. (DMKG) nicht ärztlich behandelt. Wer sich jedoch jahrelang selbst therapiert, riskiert chronische Beschwerden oder Nebenwirkungen durch Schmerzmittel.

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Was könnten die Ursachen sein?

Es ist oft schwierig, die individuellen Ursachen zu finden. Infrage kommen etwa erbliche Faktoren, psychischer Stress, Flüssigkeitsmangel, Medikamente, Nackenverspannungen, Kaffee- oder Alkoholkonsum oder eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit der Kopfmuskulatur. Halte am besten in einem Schmerztagebuch fest, wann und wie stark die Beschwerden auftreten und wie die Arbeits- und Alltagssituation, Schlaf- und Wachzeiten davor aussahen. Die Aufzeichnungen helfen dem Arzt später bei der Diagnose.

Was tun im Akutfall?

Bei akuten Spannungskopfschmerzen und leichteren Migräneanfällen empfiehlt die DMKG eine Selbstmedikation mit Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Paracetamol oder (bei Migräne) einer Kombination aus ASS, Paracetamol und Koffein. Bei stärkeren Attacken oder Clusterkopfschmerz verschreibt der Arzt sogenannte Triptane. Seit Ende 2018 gibt es auch eine Spritze mit Antikörpern gegen Migräne. Welches Medikament in welcher Dosierung am besten wirkt, unterscheidet sich individuell. Wenn sich ein Kopfschmerzanfall angekündigt, solltest du aber nicht lange abwarten. Denn Testreihen haben gezeigt, dass eine frühzeitige Einnahme am besten wirkt. Wichtig: Mehr als drei aufeinanderfolgende Tage oder zehn Tage pro Monat sollte man keine Akut-Arznei einnehmen.

Was kann außer Medikamenten helfen?

  • Bei Spannungskopfschmerzen Pfefferminzöl auf die Schläfen tupfen.
  • Bei Clusterkopfschmerz kann eine Sauerstoffinhalation helfen.
  • Gegen Nackenschmerzen ist ein erwärmtes Kirschkernkissen oder eine feucht-warme Kompresse im Nacken meist wirkungsvoll.
  • Pochen die Schläfen, verringern gekühlte Gelkissen die Schmerzwahrnehmung.
  • Gegen Migräne gelten warme Fußbäder oder Senfmehlfußbäder als Hausmittel.
  • Pausieren und Ruhe wirken spontan lindernd.

Wie lässt sich Kopfschmerz vorbeugen?

Präventive Maßnahmen verringern bei vielen Kopfschmerzpatienten die Häufigkeit der Attacken. Probiere es doch einmal aus:

  • regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus
  • über den Tag verteilt regelmäßige, ausgewogene Mahlzeiten
  • Ausdauersport wie Schwimmen, Laufen oder Fahrradfahren
  • Verzicht auf Alkohol
  • Tee/Tinktur aus Mutterkraut, dessen Wirksamkeit in Studien mittlerweile bestätigt wurde
  • Stress- und Triggermanagement, ggf. mithilfe einer Verhaltenstherapie
  • Entspannungsverfahren wie Progressive Muskelrelaxation, Yoga, Meditation oder Biofeedback

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