Nahrungsergänzungsmittel
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Die sechs beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel

Wann kann eine Einnahme sinnvoll sein?

von Christian Zehenter (Kommentare: 0) , Foto: ©Freepik

Eine ideale Ernährung ist für viele Menschen aufgrund ihrer Lebensumstände oder -gewohnheiten kaum umzusetzen. Jeder vierte Erwachsene hilft daher regelmäßig mit Nahrungsergänzungsmitteln nach. Welche davon werden am häufigsten eingenommen, und wie nutzen sie dem Körper?

Wer gesund ist und sich dauerhaft ausgewogen ernährt, benötigt keine Nahrungsergänzungsmittel, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Doch die täglichen Aufgaben oder Gewohnheiten erschweren dieses Ziel ebenso wie Allergien, Unverträglichkeiten oder Abneigungen gegen bestimmte Lebensmittel. Chronische Krankheiten, intensiver Sport oder schwere körperliche Arbeit steigern ihrerseits den Nährstoffbedarf des Körpers.

Zellstimulans Vitamin C

Nutzen für den Körper:

Vitamin C bewahrt als Antioxidans die Zellen vor oxidativen Schäden und hilft beim Aufbau von Knochen, Zähnen und Bindegewebe. Bei der Verdauung verbessert es die Eisenverwertung.

Nahrungsmittel (Beispiele):

Sanddornbeeren, Paprika, alle Kohlarten, Spinat, Beeren, Brokkoli, Hagebutten

Erhöhter Bedarf:

Rauchen, geschwächtes Immunsystem, vegane und vegetarische Ernährung (bessere Aufnahme pflanzlichen Eisens)

Was ist zu beachten:

Die empfohlene Zufuhr liegt für Erwachsene bei 100 mg pro Tag. Zu viel Vitamin C wird vom Körper ausgeschieden, kann jedoch zu Durchfall oder Blasenreizung führen.

 

Wintervitalstoff Vitamin D

Nutzen für den Körper:

Vitamin D stärkt Knochen und beugt so Osteoporose vor. Es trägt zum Zahnerhalt bei. Außerdem wird ihm eine positive Wirkung unter anderem bei Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie psychischen und immunologischen Störungen nachgesagt.

Nahrungsmittel:

Fettreicher Fisch (z. B. Kabeljau, Hering), Eier, Pilze, Milchprodukte, Hühnchen. Den Großteil seines Vitamin-D-Bedarfs muss der Köper allerdings mithilfe natürlicher Sonnenstrahlung auf der Haut selbst decken.

Erhöhter Bedarf:

Wintermonate, seltene Aufenthalte im Freien (z. B. ältere oder verhüllte Menschen), übermäßiger Gebrauch von Sonnenschutzmittel

Was ist zu beachten:

Experten empfehlen bei fehlender Sonnenbestrahlung eine tägliche Zufuhr von 800–2000 IE (20–50 µg). Eine Überdosierung kann u. a. Kopfschmerzen und im schlimmsten Fall Nierenversagen auslösen.

 

Entspannung mit Magnesium

Nutzen für den Körper:

Magnesium spielt eine entscheidende Rolle im Energiestoffwechsel, ist wichtig für Knochen und Muskeln (entspannende Wirkung), das Nervensystem und die Zellteilung.

Nahrungsmittel:

Vollkorngetreide, Haferflocken, grünes Gemüse, Vollreis, Bohnen

Erhöhter Bedarf:

ausgiebiger (Ausdauer-)Sport, starkes Schwitzen, Stress, Diabetes

Was ist zu beachten:

Der Magnesiumbedarf eines Erwachsenen (inkl. Ernährung) liegt pro Tag bei 300–350 mg. Bei einer Überdosierung kann es u. a. zu Blutdruckabfall und Durchfall kommen.

Vita Natura empfiehlt

Entzündungsbremse Omega-3-Fettsäuren

Nutzen für den Körper:

Omega-3-Fettsäuren (DHA und EPA) sind an Gehirn- und Herzfunktion, Sehkraft und der Entzündungsregulation beteiligt.

Nahrungsmittel:

Fische mit hohem Fettgehalt wie Lachs, Hering oder Makrele. ALA, eine weniger wirksame Vorstufe von DHA und EPA findet sich in Pflanzenölen wie Leinöl oder in Walnüssen.

Erhöhter Bedarf:

Koronare Herzkrankheit, Fischverzicht, Immun- und Stoffwechselstörungen, chronisch entzündliche Erkrankungen

Was ist zu beachten:

Eine Aufnahmemenge von bis zu 5 g EPA und DHA (im Kombination) pro Tag für Erwachsene sollte nicht überschritten werden. Höhere Dosierungen können u. a. Übelkeit auslösen und die Fließeigenschaften des Blutes verändern.

 

Stoffwechselhelfer Spirulina-Alge

Nutzen für den Körper:

Das Zusammenspiel von zahlreichen Nährstoffen wie Vitaminen, Eisen, Kalium, Selen, Magnesium und Chlorophyll) soll sich positiv auf Stoffwechsel, Entzündungsgeschehen und Immunsystem auswirken.

Nahrungsmittel:

Spirulina wird in Wasserbecken kultiviert und als Tablette, Pulver oder Pressling angeboten.

Erhöhter Bedarf:

erhöhter Blutdruck oder Cholesterinspiegel, Alterungsprozesse, Viruserkrankungen

 

B-Vitamine für Blut und Nerven

Nutzen für den Körper:

B-Vitamine sind unter anderem wichtig für den Kohlehydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel, die Nervenfunktion sowie die Bildung der Zellen einschließlich roter Blutkörperchen.

Nahrungsmittel:

Fleisch, Lachs, Eier, Milchprodukte, Vollkornbrot, Geflügel. Das für die Blutbildung und Nervenfunktion unentbehrliche Vitamin B12 findet sich fast ausschließlich in tierischer Nahrung wie Fleisch oder Milchprodukten und sollte daher bei veganer Ernährung ergänzt werden.

Erhöhter Bedarf:

harte körperliche Arbeit, Stress, Depression, Medikamenteneinnahme (z. B. Magensäureblocker), chronische Krankheiten, vegane Ernährung, hoher Tabak- oder Alkoholkonsum

Was ist zu beachten:

B-Vitamine sind wasserlöslich, ein Überschuss wird über die Nieren ausgeschieden. Vitamin B6 (Tagesbedarf 1,2–1,5 mg) kann jedoch bei Überdosierung Nervenschäden und psychische Störungen auslösen.

 

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Christian Zehenter

Christian Zehenter ist Diplom-Sozialpädagoge, Heilpraktiker und arbeitet als Medizinjournalist im Bereich „Gesund leben“. Dazu zählt auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Mit seinen Beiträgen möchte er seine Leser bewegen, informieren und inspirieren, sich bewusst mit dem Thema auseinander zu setzen.

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