Opa mit seinem Enkelkind
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Das Größte: Basteln mit Oma und Opa

Enkel profitieren und Großeltern fühlen sich wohl

von Detlef Untermann (Kommentare: 0) , Foto: ©zinkevych - stock.adobe.com

Großeltern verbringen heute so viel Zeit mit ihren Enkeln wie noch nie, was für beide Seiten auch noch vorteilhaft ist.

Denn, das haben mehrere Untersuchungen wie z.B. die der Konrad Adenauer Stiftung ergeben: Enkelkinder, die „von einer engen Beziehung zu ihren Großeltern profitieren“, wirken sich ebenfalls „positiv auf das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit älterer Menschen aus.“

Und auch die Bandbreite der gemeinsamen Aktivitäten ist so groß wie niemals zuvor. Eine der schönsten Beschäftigungen ist dabei ganz sicherlich das Basteln mit Alltagsgegenständen oder Dingen, die die Natur zu bieten hat, weil es die Phantasie anregt und die Kreativität fördert. Schon Albert Einstein wusste: „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“

Was man alles aus Toilettenpapier-Rollen machen kann

Nicht begrenzt sind dagegen die Möglichkeiten, die sich einem in dieser schier unendlich erscheinenden Bastelwelt auftun. Alleine wenn man sich einmal anschaut, was so alles aus diesen Toilettenpapier-Rollen gemacht werden kann, um die das Toilettenpapier gewickelt ist, bleibt einem fast die Luft weg: Autos und Flugzeuge, ganze Züge. Häuser, Burgen, Tiere oder Adventskalender - es gibt fast nichts, was es nicht gibt. Selbst Pinguine sind zu finden, sogar „Minions“ machbar.

Wem hier vielleicht die notwendige Phantasie fehlt, der kann sich im Netz von einer wahren Bilder-Flut mit Ideen überschüttet inspirieren lassen. Da fehlen nur noch Schere, Klebstoff und ein paar Farben und schon kann es losgehen. Im Prinzip ist für jede Altersstufe etwas dabei.

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Türanhänger: „How up do high knee!“

Sicher gut ankommen dürfte bei den Enkelkindern auch das Herstellen von Türanhängern, wobei weniger das Basteln an sich, sondern vielmehr die textliche Gestaltung den Kick ausmacht. Der Anhänger ist schnell aus einem Stück Pappe oder dickem Papier ausgeschnitten. Bei den nun anstehenden Formulierungen ist Fingerspritzengefühl gefragt. Denn jetzt geht es um die Aus- bzw. Ansagen. „STOPP! Nur für Kinder!“ oder „STOPP! Eltern müssen draußen bleiben!“ kann man sicherlich durchgehen lassen. Auch „Mama - Bitte aufräumen “ sprengt nicht den Rahmen. Und Kids, die schon Englisch lernen, kann man sicher beeindrucken, wenn als Textvorschlag von Oma oder Opa kommt: „How up do high knee!“, was nichts anderes bedeutet als: „Hau ab, Du Heini!“

Telefonverbindung mit zwei Blechdosen und einer Schnur

Basteltechnisch gesehen etwas anspruchsvoller wird es, wenn man sich an Blechdosen heranwagt. Nimmt man zum Beispiel eine leere Thunfisch-Dose und Wäscheklammern, hat man im Handumdrehen einen dekorativen Blumentopf oder einen stimmungsvollen Kerzenhalter. Technisch auf noch höherem Niveau ist die Konstruktion einer Telefonverbindung mit zwei Konservendosen und einer einfachen Schnur. Da wird zunächst in jede leere Dose mit einem Dorn ein Loch in den Boden gestochen. Dann muss eine Schnur gefunden werden, die die Entfernung der beiden Gesprächspartner überbrückt. Je ein Ende der Schnur wird nun in je eine Dose gesteckt und mit einem Knoten so fixiert, dass die Schnur nicht mehr herausgezogen werden kann. Damit steht auch schon die Telefonverbindung. An der einen Seite spricht man in die Dose hinein, am andere Ende hält man sich die Dose ans Ohr: Technik, die begeistert und an die sich Oma und Opa sicher gerne zurückerinnern. Da kommt unwillkürlich einem Erich Kästner in den Sinn: „Lasst euch die Kindheit nicht austreiben.“

Die Reihe der Bastel-Beispiele ließe sich beliebig fortsetzen. Einen sehr guten Überblick über die diversen Möglichkeiten gibt die Webseite Praxis Jugendarbeit. Die Anleitungen reichen von einfachen Papierfliegern bis hin zu einer komplexen Luft-Boden-Wasser-Rakete, die sage und schreibe 15 Meter hoch fliegen kann - und das vollkommen ohne irgendeinen Brennstoff.

Wer es naturverbundener und jahreszeitenbezogener mag, kann sich gerade in der jetzt bevorstehenden Zeit im Umfeld von Kastanien schadlos halten und mit den Früchten der Bäume sowie Handbohrer, Messer, Streichhölzern oder Zahnstochern und Kleber die tollsten Figuren basteln. Ideen dazu gibt es genug.

Noch nie waren sie so wertvoll wie heute

Also, die Voraussetzungen für schöne gemeinsame Stunden sind gegeben. Doch was tun diejenigen, die keine Großeltern bzw. keine Enkelkinder haben? Denen kann ebenfalls geholfen werden. Denn in den letzten Jahren sind überall in Deutschland „Großelterndienste“ wie Pilze aus dem Boden geschossen. Das Arbeitsprinzip ist einfach: Ältere Damen und Herren, die Kinder mögen und sich in diesem Sinne engagieren wollen, werden an jüngere Mamas und Papas vermittelt, die auf der Suche nach Omas und Opas sind. Eine erste Übersicht, wo es solche Großelterndienste gibt, findet sich - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - hier.

Wie auch immer: Großeltern sind gefragter denn je. Dabei kommt es nicht darauf an, ob es die leiblichen sind oder die zum Ausleihen. Oma bleibt Oma und Opa bleibt Opa. Und noch nie waren sie so wertvoll wie heute.

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Detlef Untermann

Detlef Untermann ist derzeit der einzige Großvater Deutschlands, der als solcher seine Gedanken in einem Blog veröffentlicht. Doch das ist längst nicht alles, was der 65-jährige Journalist und Kommunikationsmanager zu bieten hat. Der leidenschaftliche Hobbykoch ist u.a. Vorsitzender des Vereins KINDER | KOCHEN. In seinen Texten zeigt der Opa von zwei Enkeln, wie kreativ man Freizeit gestalten kann und gibt wertvolle Ratschläge aus eigener Erfahrung.

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