Schaukel im Sonnenlicht
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Ein Hoch auf den Kürbis

Vielseitig, lecker, kalorienarm und so gesund

von Fiona Amann (Kommentare: 0) , Foto: ©Studio Barcelona - stock.adobe.com

Magst du Kürbis? Ja, dann stimmst du mir bestimmt zu, wenn ich behaupte: Ohne Kürbis ist der Herbst nur halb so lecker. Wenn nein, dann hast du ihn und seine besonderen Qualitäten bestimmt noch nicht richtig kennengelernt. Besonders seine inneren Werte lassen jeden Diabetologen, Ernährungsbewussten und Ernährungsberater jubeln.

Die Riesenbeere, die der Kürbis botanisch gesehen ist, bringt es nämlich, je nach Sorte, auf nur 26 bis 60 Kalorien je 100 g. Nur Schlankmacher Spargel oder Gurke sind ähnlich freundlich zur Figur.

Kürbis hat kaum Kalorien aber viele gesunde Inhaltsstoffe

Wer sich gesund ernähren will, achtet auf die Inhaltstoffe. Diesbezüglich ist der Kürbis ein echtes Schwergewicht: Er enthält viele Ballaststoffe, wertvolle Fettsäuren, Vitamin A, C und E, Beta Carotin, Eisen, Folsäure, Magnesium, Natrium, Kalzium, Kalium und Zink. Hinzu kommen sekundäre Pflanzenstoffe wie Lutein, Zeaxanthin und Selen. All diese Inhaltsstoffe wirken sich äußerst positiv auf die Gesundheit aus, stärken das Immunsystem und schützen vor freien Radikalen.

Wann ist Kürbis-Saison?

Spätestens wenn Kürbisse am Obst- und Gemüsestand deines Händlers liegen, hat die Kürbis-Saison begonnen. Auf dem Land stehen dann oft auch große Kürbisstände am Straßenrand und sind nicht zu übersehen. Ab Ende August ist es soweit. Die Kürbis-Saison dauert bis März/April, weil er sich so gut lagern lässt und dabei immer besser wird. Je länger er lagert, desto süßer schmeckt er.

Wann ist Kürbis erntereif?

Wer Kürbisse im eigenen Garten anbaut, muss sie ein bisschen genauer ansehen – und klopfen: Klingt der Kürbis hohl, ist er reif. Gleichzeitig fängt sein Stiel an zu verholzen und wechselt dabei seine Farbe von Grün auf holzartig Braun bis Beige. Die Schale wird hart und lässt sich nicht mehr mit dem Fingernagel einritzen. Außerdem ändert der Kürbis seine Farbe von Grün bzw. Grün-Gelb zu Orange, Gelb, oder Nussbraun, wie beim Butternut-Kürbis.
Übrigens: Je kräftiger seine Farbe ist, desto vitaminreicher der Kürbis und desto intensiver sein Geschmack.

Ist jeder Kürbis essbar?

Du kannst davon ausgehen, dass die meisten Kürbisse, die der Handel anbietet, essbar sind. Wenn nicht, muss „Deko“ draufstehen. Kleine Ufo – oder Squash-Kürbisse gehören zu den hübschen, aber ungenießbaren Deko-Kürbissen.
Essbar oder nicht kannst du aber auch ganz einfach selber testen: Schneide ein Stück Fruchtfleisch ab und probiere es mit der Zunge. Schmeckt es bitter, ist der Kürbis ungenießbar und nur als Deko brauchbar.
Tipp: Teste immer vor dem Kochen, ob der Kürbis bitter schmeckt. Gewürze oder Zucker übertünchen bisweilen den Bittergeschmack. Bittere Kürbisse sind giftig!

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Wie und wo wird Kürbis am besten gelagert

Ein unversehrter Kürbis hält sich in einem trockenen, kühlen und dunklen Keller monatelang. Wichtig für die Lagerung im Keller ist eine unbeschädigte Schale.
Ein angeschnittener Kürbis ist immer für den direkten Verzehr bestimmt. Mit Frischhaltefolie abgedeckt hält er sich im Kühlschrank etwa eine Woche.
Kürbis lässt sich auch sehr gut einfrieren. Entweder in Stücke geschnitten und vor dem Einfrieren kurz blanchiert, oder bereits zu Kürbispüree oder Kürbissuppe verarbeitet und portioniert.
Eine Alternative für die große Kürbisernte ist das Einwecken im Glas. Einmachen in Weckgläsern oder Twist-Off-Gläsern war jahrelang in Vergessenheit geraten und wird gerade erst wieder neu entdeckt. Bestes Beispiel dafür ist Kürbis süßsauer. So versorgten schon unsere Urgroßmütter ihre Kürbisernte und freuten sich dann den ganzen Winter über auf die fruchtig-saure Beilage zu allerlei Fleischgerichten oder zur Brotzeit.

Hier gehts zum Rezept

Wird jeder Kürbis geschält?

Das kommt auf die Kürbis-Sorte an. Dickschalige Riesenkürbisse werden geschält, Butternut-Kürbisse auch. Der bekannte und beliebte Hokkaido-Kürbis hat dagegen eine dünne Schale und muss nicht geschält werden.

Welcher Kürbis eignet sich für welches Gericht?

Kürbis ist von Natur aus eher geschmacksneutral, ähnlich wie milde Kartoffeln. Der wandlungsfähige Tausendsassa wird erst durch Gewürze und andere Zutaten zum Star der Herbst- und Winterküche. Kürbis eignet sich gleichermaßen gut für süße oder herzhafte Gerichte. Egal ob Kürbiskuchen oder ein Schmorgericht mit Kürbis, die Riesenbeere passt sich Ihren Kochwünschen und Geschmack ganz einfach an.

Riesenkürbis

Riesenkürbisse eignen sich für Suppen und Kinder haben an den großen Kürbissen an Halloween auch noch ihren Spaß. Würze Kürbissuppe kräftig, beispielsweise mit Curry, Chili, Ingwer, Pfeffer, Salz und vielen Kräutern nach Wahl.

Butternut-Kürbis

Suppen aus dem Butternut-Kürbis werden besonders sämig. Er eignet sich außerdem für Gratins oder Puffer, die wie Kartoffelpuffer zubereitet werden.

Aus Butternut-Kürbis gelingt auch eine feine sämige Nudelsoße. Dazu den Kürbis schälen, halbieren, von Stroh und Kernen befreien, in Würfel schneiden und anschließend in Salzwasser für 15-20 min kochen. Knoblauch fein hacken und zusammen mit Chili (und ggf. ein paar Salbeiblättern) in einer Pfanne andünsten. In der Zwischenzeit Nudeln kochen.
Sobald der Kürbis gar ist, Wasser abgießen, dabei aber eine Tasse Kochwasser auffangen. Gib die Kürbiswürfel zurück in den Topf. Jetzt Sahne und geriebenen Käse nach Wunsch dazu geben, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen, Knoblauch und Salbei dazu und alles zusammen fein pürieren. Sollte die Soße zu dickflüssig sein, justiere mit etwas Milch, Kürbis-Kochwasser oder Gemüsebrühe nach.

Hokkaido-Kürbis

Hokkaido-Kürbisse schmecken nussig, enthalten mehr Carotine als Karotten und werden nicht geschält. Man kann sie beispielsweise mit einer würzigen Hackfleisch-Gemüse-Mischung füllen und dann im Ofen mit Käse überbacken.

Pommes aus Hokkaido-Kürbissen sind lecker und bei Kindern besonders beliebt. Dazu werden die in Stifte geschnittenen Kürbisse erst blanchiert, auf einem Küchentuch getrocknet und anschließend im heißen Fett frittiert. Diese Variante ist dann allerdings nicht mehr so kalorienarm.

Ofengemüse gelingt auch mit Kürbis, am besten in Kombination mit Karotten, Pastinaken und Rote Bete. Schneide dazu das Gemüse in grobe Streifen bzw. mundgerechte Stücke, füge etwas neutrales Öl dazu und würze kräftig mit Salz, Pfeffer, Chili und einer Prise Zucker. Alles gut durchmischen und anschließend auf ein Backblech/ofenfeste Form verteilen und im Ofen bei 180 Grad Umluft 45-55 Min backen. Reiche angemachten Kräuterquark dazu und schon hast du eine vollwertige, gesunde Mahlzeit für dich und deine Lieben.

Spaghetti-Kürbis

Spaghetti-Kürbis lässt sich besonders einfach in der Mikrowelle zubereiten. Dazu halbierst du den länglichen gelben Kürbis, der etwa so groß wie eine dicke Honigmelone ist. Hole mit einem Löffel die Kerne heraus. Anschließend stellst du eine Kürbishälfte mit der Öffnung nach oben auf einen Teller und garst ihn 10 Minuten bei 900 Watt. Zieh nun mit einer Gabel das Fruchtfleisch von außen in die Mitte. Es zerfällt dabei in längliche Fasern, die tatsächlich wie Spaghetti aussehen. Jetzt würzt du mit einem Stück Butter, Salz und Pfeffer und toppst alles nach Lust und Laune mit Basilikumpesto und ein paar Cherrytomaten. Geriebener Käse on top und fertig ist eine kleine, leichte und gesunde Gemüsemahlzeit, die du direkt aus der Kürbisschale genießen kannst.

Gutes Gelingen und viel Spaß beim Entdecken deiner neuen Liebe zum Kürbis.

Hast du ein Lieblings-Rezept mit Kürbis? Dann lass es uns doch in einem Kommentar da, wir freuen uns darauf!

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Fiona Amann

Kinder flügge und dann… endlich mehr Zeit für mich. Fiona Amann ist Texterin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihren Texten lüftet sie Geheimnisse aus ihrer gärtnerischen und fotografischen Schatzkiste und zeigt, wie bereichernd, gesund & spannend Leben mit Pflanzen ist.

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